Neues Feuerwehrhaus.

 


        
    

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Auf dieser Freifläche neben dem derzeitigen Feuerwehrhaus soll die neue Fahrzeughalle entstehen. Foto: Norbert Wiegand

 

 

Ortsrat beschließt 930000-Euro-Investition in Groß Aschen

Einstimmig befürwortete der Ortsrat Riemsloh am Montagabend den Verwaltungsvorschlag zur Erneuerung des Feuerwehrhauses in Groß Aschen und zur Sanierung der Alten Schule als Raum für die Dorfgemeinschaft. Die Gesamtkosten für die Mischnutzung liegen bei 930000-Euro, der Zeitpunkt der Fertigstellung steht noch nicht fest.

Dass im Finanzhaushalt der Stadt bereits 550000 Euro für den Neubau der Fahrzeughalle eingestellt sind, erläuterte Raissa Kolbus vom städtischen Gebäudemangement den Ortsratsmitgliedern und zwölf Einwohnern (!) in ihrer Präsentation im Groß Aschener Schulungsraum der Feuerwehr.

Erhebliche Kostensteigerungen

Allerdings sei es nach der Ermittlung dieser Summe noch zu erheblichen Kostensteigerungen gekommen, unter anderem durch die externe Vergabe der Hochbauplanung und einen allgemeinen Anstieg der Baukosten. Außerdem wurde während der Planung ein deutlich erhöhter Sanierungsbedarf für das „Bestandsgebäude“ festgestellt. Deshalb beinhaltet der Beschluss noch die Einstellung von 380.000 Euro in den Nachtragshaushalt.

Der Erweiterungsbau besteht im Kern aus einer neuen Halle für zwei neue größere Feuerwehrfahrzeuge. Dazu kommen ein Technikraum, separate Damen- und Herrenumkleiden sowie Lagerräume im Obergeschoss und Parkflächen. Ein Gang soll das neue Feuerwehrhaus mit der alten Schule – dem Schulungs- und Gemeinschaftsraum – verbinden. Die derzeitige Fahrzeughalle soll eine Werkstatt werden. „Planungsleistungen werden Mitte Juni beauftragt, im Januar könnte dann die Ausschreibung erfolgen“, kündigte Raissa Kolbus an.

Nachbohrende Fragen

Redner aller Ortsratsfraktionen bekräftigten ihre Hoffnung, dass die jetzt ermittelten Kosten von 930000 Euro im gesteckten Rahmen bleiben. Die nachbohrenden Fragen von Gerhard Boßmann (SPD) zum zu erwartenden Zeitpunkt der Fertigstellung blieb unbeantwortet. Angesichts der derzeitigen Aus- und Überlastung der Baufirmen zeigte Heiner Thöle (FDP) volles Verständnis für die Vorsicht des Gebäudemanagements bei zeitlichen Prognosen. Ulla Buermeyer (Grüne) bezeichnete die vorgelegten Pläne als „alternativlos“.

„Die Baumaßnahme sichert nicht nur die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr, sondern auch die dörfliche Infrastruktuktur“, erklärte Heinrich Buddenberg (CDU). Peter Mittelberg (UWG) lobte die Ruhe und nachbarschaftliche Hilfe, mit der die Groß Aschener Feuerwehr die länger gewordene Wartezeit überbrückt. Ein neues Feuerwehrfahrzeug, das nicht in die alte Garage passt, steht schon seit längerer Zeit in einer benachbarten Scheune.

Mit freundlicher Genehmigung des Meller Kreisblatt.

Ein Artikel von Norbert Wiegand

 

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