Schatz unter der Erde

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Schatz unter der Erde.
Melle baut für 1,3 Millionen Trinkwasserbehälter.

Erster Spatenstich für den neuen Trinkwasserbehälter in Riemsloh: Matthias Schilling, Reinhard Scholz, Stefan Ludewig, Jan Lütkemeyer, Klaus Leimbrock, Luc Van de Walle und Günter Oberschmidt. Foto: Simone Grawe

Für die Bürger kaum sichtbar, aber für deren Versorgung enorm wichtig: Mit einem symbolischen Spatenstich fiel jetzt der Startschuss für den Neubau eines Trinkwasserbehälters in Riemsloh.

Als „Schatz unter der Erde“ sieht der Betriebsleiter des Wasserwerks, Klaus Leimbrock, den neuen Behälter an der Krukumer Straße, der ab kommenden Winter rund 1000 Haushalte im Raum Riemsloh mit den Ortschaften Krukum, Döhren und Schiplage-St. Annen und den östlichen Rand von Neuenkirchen mit frischen Trinkwasser versorgen wird.

Spitzen besser abfangen

In den neuen Behälter investiert die Stadt rund 1,3 Millionen Euro, berichtete Bürgermeister Reinhard Scholz zum Auftakt der Bauarbeiten im Beisein von Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt, dem Vorsitzenden des Betriebsausschusses, Jan Lütkemeyer, seinem Stellvertreter Luc Van de Walle, Bauingenieur Stefan Ludewig, Polier Matthias Schilling und Klaus Leimbrock.

Der neue Trinkwasserbehälter ersetzt einen Alten aus dem Jahre 1970: „Sein Fassungsvermögen ist einfach zu klein, um immer mehr Spitzen bei der Abnahme der Landwirte und der benachbarten Industrieanlagen abzufangen“, betonte Stefan Ludewig. Die alte Anlage mit einem Fassungsvermögen von 360 Kubikmetern war nicht nur zu klein, sondern auch stark sanierungsbedürftig. Da allerdings eine Sanierung und eine Erweiterung am jetzigen Standort nicht möglich waren, entschieden die Verantwortlichen, ein neues Reservoir bauen zu lassen.

Einigkeit im Ausschuss

„Die Suche nach einem Standort ist nicht einfach gewesen, hat letztlich aber geklappt, und die Stadt konnte die Fläche an der Krukumer Straße erwerben“, freute sich Günter Oberschmidt, während Jan Lütkemeyer auf die Einmütigkeit des Fachausschusses hinwies.

„Die sichere Versorgung unserer Bevölkerung mit frischem Trinkwasser ist äußerst wichtig“, erklärte Reinhard Scholz. Vor diesem Hintergrund sei es gut und richtig, einen solchen Neubau zu errichten. Mit dieser Neudimensionierung stelle das Wasserwerk wichtige Weichen, damit die Bürger im Raum Riemsloh „auch in Zukunft rund um die Uhr über eines der wichtigsten Lebensmittel verfügen kann“.

 

Der neue Trinkwasserbehälter verfügt über zwei Wasserkammern mit einem Fassungsvermögen von 1000 Kubikmetern, also eine Million Liter. Hinzu kommt die in Riemsloh notwendige Druckerhöhungsanlage. Damit ist für eine bessere Absicherung bei Spitzenbedarf und für eine höhere Löschwasserreserve gesorgt.

Im Versorgungsbereich Riemsloh gibt das Wasserwerk jährlich 150000 Kubikmeter Wasser an die Kunden ab. Versorgt werden rund 1000 Haushalte mit etwa 2900 Einwohnern.

Nach Angaben von Stadtsprecher Jürgen Krämer unterhält das Wasserwerk im Grönegau sieben Hoch- und drei Tiefbehälter, die sich in Buer (1), Düingdorf (1), Gesmold (1), Melle-Mitte (2), Neuenkirchen (2), Riemsloh (1), Wellingholzhausen (1) und Westerhausen (1) befinden. Das Wasser wird über ein 360 Kilometer langes Versorgungsnetz an rund 12.000 Kunden verteilt, die allein im Jahre 2016 insgesamt 1,95 Millionen Kubikmeter Wasser bezogen.

Ein Artikel von Simone Grawe

Mit freundlicher Genehmigung des Meller Kreisblatt

 

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